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Aytunç Erdoðan Sabri
Über Projekt

Produktivität erhöht Wettbewerbsfähigkeit

Die allgemeine Definition von Wettbewerbsfähigkeit beschreibt die Fähigkeit einer Volkswirtschaft, den individuellen und gesellschaftlichen Wohlstand sowie die Beschäftigung nachhaltig zu sichern und zu erhöhen.

Eine wesentliche Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit ist die Steigerung der Produktivität.

Allerdings fiel seit der Mitte der 1990er Jahre das durchschnittliche Wachstum des Bruttoinlandsproduktes, der Arbeitsproduktivität und der Totalen Faktorproduktivität der Europäischen Union hinter das der Vereinigten Staaten zurück.

Dieser jüngste Rückgang im Produktivitätswachstum der EU ist gleichbedeutend mit einer Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit.

Weiterhin ist eine breite Streuung der Höhe des Produktivitätslevels sowie der Produktivitätssteigerung in der EU zu beobachten.

Einige wenige Länder stehen auf einer vergleichbaren Ebene mit den Vereinigten Staaten oder übertreffen diese sogar (Deutschland, Niederlande, Belgien, Frankreich) – andere hingegen liegen weit zurück.

Allerdings weisen nahezu alle Länder der EU seit kurzem eine Verschlechterung der Produktivität im Vergleich zu den USA auf.

Weiterhin ist kritisch anzumerken, dass die Produktivitätsbemühungen in Europa schlecht fokussiert waren.

Heutzutage wird Produktivitätswissen als grundsätzliche Kernkompetenz in der Aus- und Weiterbildung sowie im Prozess des lebenslangen Lernens verstanden.

Ausbildung und Produktivität
Empirische Studien weisen auf einen starken Zusammenhang zwischen Wissensdichte und Produktivität im Unternehmen hin.
Fachwissen kann die Produktivität demnach stark beeinflussen und somit Wettbewerbsfähigkeit und die Erreichung der Lissabon-Ziele vorantreiben. Daher muss Produktivitätswissen als ein wesentlicher Teil der Bildungspolitik verstanden werden.

 

Ein alternativer Ansatz: Produktivitätstraining
Da sich praxisbezogene Weiterbildung positiv auf die Produktivität im Unternehmen auswirkt, ist der Einsatz maßgeschneiderter Trainingsmaßnahmen empfehlenswert.

Um die Mitarbeiter zu befähigen, Problemlösungsstrategien für Produktivitätsprobleme zu entwickeln, ist neben dem „Training on the job“ eine gezielte Weiterbildung erforderlich.

Ein E -Training-Programm für Produktivität in Europa kann entscheidend dazu beitragen.

Durch die Sensibilisierung der Mitarbeiter für Produktivitätsbelange entsteht eine Plattform für Unternehmen und Institutionen, die Produktivitätswissen verbreiten.
 

Projekt: Euroductivity

Euroductivity ist ein europaweiter Zusammenschluss von Universitäten (TOBB-ETU, SWSPIZ), Institutionen (MPM, RKW, SLPC), einer KMU- Beratung (CRIMM) und einer Unternehmensvertretung (TOBB). Ihr gemeinsames Ziel ist es, die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit in Europa zu erhöhen.

 

Dazu wird ein Curriculum zum Thema „Produktivität“ entwickelt, das sich an Absolventen und fortgeschrittene Studierende der Ingenieur-, Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften richtet.

Das Trainingspaket wird neben E-Learning- Modulen auch schriftliches Material, ein Glossar und Fallbeispiele enthalten.

 

Europäische Partnerschaft:

Eine fundierte Partnerschaft für ein erfolgreiches Projekt

Der Projektverbund ist ein Zusammenschluss von dem MPM (Produktivitätszentrum der Türkei), dem RKW Kompetenzzentrum (Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft e.V.), der SWSPIS (Managementakademie Lodz/ Polen), des CRIMM (Rumänisches Zentrum für kleine und mittlere Unternehmen), des SLCP (Produktivitätszentrum der Slowakei) und der TOBB University of Economics and Technology (Ankara, Türkei) sowie der Türkischen Unternehmerkammer, als ehrenamtlicher Partner.

 

Aufgaben:
Die Beteiligung am Leonardo da Vinci-Projekt „Euroductivity“ ermöglicht den Partnern Produktivitätswissen, Management-Konzepte und Modelle zur Produktivitätsmessung zu verbreiten.

Durch den Einbezug der Universitäten SWSPIZ und der TOBB ETU ist es möglich den Lehrplan praxisgerecht und nachhaltig für den industriellen Mittelstand zu gestalten.

Weiterhin wird das SLPC von der slowakischen Universität in Zilina unterstützt. Das CRIMM beteiligt sich an der Ausarbeitung der Kursinhalte und unterstützt gemeinsam mit dem SLPC das Projekt mit umfangreicher Erfahrung im Projektmanagement aus verschiedenartigen Programmen der Europäischen Kommission, der Weltbank oder bilateralen Projektträgern.
Insgesamt sind MPM, TOBB, RKW, SLCP und CRIMM als Hauptinstitutionen zuständig für die Verbreitung und Umsetzung der Projektergebnisse. SWSPIZ und TOBB-ETU sind akademische Partner im Projekt und unterstützen die Pilotphase der Implementierung des E-Trainings.
 

Ergebnisse:
Projektergebnis ist ein anwendungsreifes E-Training-Programm (Curriculum und eLearning- Plattform) für deutsche und europäische Hochschulen der Ingenieur-, Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften.
Es soll Mitarbeiter befähigen, Produktivitätsprobleme zu identifizieren und kleinere Missstände auch selbst zu lösen.
Den größeren Schwierigkeiten wird durch die Zusammenarbeit mit den Produktivitätsinstituten (Plattform) begegnet.
 



 

 
 

 

 

 

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